Historie des Regattaverbands


Die Geschichte der Heidelberger Regatten

Die Geschichte der Heidelberger Regatta beginnt im späten 19. Jahrhundert und entwickelte sich stetig. Lesen Sie hier die ganze Geschichte des Regattaverbands - beginnend bei ersten Wettrennen von englischen und amerikanischen Studenten im Jahr 1870.

Der Ursprung im 19. Jahrhundert

Die erste verbürgte Nachricht über Wettrudern (Regatten) in Heidelberg haben wir aus dem Jahre 1870. Englische und amerikanische Studenten hatten eine ‘Wettfahrt in vierrudrigen Booten vereinbart, die aber wegen des deutsch — französischen Krieges ausfiel. Am 14.6.1873 lesen wir im Heidelberger Stadtanzeiger eine Einladung in englischer Sprache zu einer Regatta in Heidelberg, die am 28. 6. 1873 mit sechs Rennen veranstaltet wurde. Die Strecke führte von der Stiftsmühle zur Fahrtgasse, wobei man auch die gefürchtete Strömung des Hackteufel durchrudern musste. Das nächste Wettrudern, an dem sich auch auswärtige Vereine beteiligen, veranstaltete der Heidelberger Ruderverein am l. August 1874. Nach einem Zeitungsbericht gab es zwar schöne Rennen, die Organisation aber ließ zu wünschen übrig. Insbesondere vermisste man die Böllerschüsse, die die jeweiligen Starts anzeigen sollten. Die Strecke war, wie schon gehabt, Stiftsmühle - Fahrtgasse. Der Heidelberger Ruderverein gewann alle Rennen. 1875 findet im September eine Wettfahrt zwischen Ruderklub und Ruderverein statt. Der Klub gewinnt 5 Rennen, der Verein zwei. 1876 wieder eine Regatta mit Beteiligung von Mannheimer Vereinen. In den folgenden Jahren werden regelmäßig Wettfahrten veranstaltet die teils mit, teils ohne Beteiligung auswärtiger Vereine stattfinden. Gerudert wurde meist in Flachbooten, wie sie auch von den Berufsfischern verwendet wurden, so genannten „Dreibords“. Diese Boote hatten einen flachen Boden, auf dem rechts und links eine Bordwand aufgesetzt war; sie bestanden also aus drei Brettern, Borden; daher auch der Name. Die Ruderer statteten diese Boote, die oft vom Neuenheimer Bürgermeister Überle (Neuenheim war damals noch eine eigene Gemeinde) angemietet wurden, mit Sitzen und Auslegern aus. Überle war ein begeisterter Förderer des sportlichen Ruderns. Nach der Regatta von 1874 tat er den berühmten, uns von den Alten überlieferten Ausspruch: „Jetzt läuft das Wasser nicht mehr nutzlos an Heidelberg vorbei.“ Der Neckar war noch nicht gestaut, im Stadtgebiet von Heidelberg verhinderten Untiefen und Stromschnellen, vor allem der Hackteufel, ein einwandfreies Wettrudern auf längeren Strecken. Man wich deshalb auf den Flussabschnitt oberhalb des Karlstors aus. Schüler- und Jugendregatten allerdings konnten von unterhalb der Alten (Karl-Theodor—) bis unterhalb der Neuen (Theodor-Heuss—) Brücke durchgeführt werden, wobei eine Strecke von ca. 1000 m mit zwei Bahnen zur Verfügung stand. Dies war auch der Grund, warum man zwei Regatten im Jahr, eine für Aktive und eine Jugend- und Schülerregatta veranstaltete. Diese Tradition wurde noch lange, auch auf dem gestauten Neckar, beibehalten.

Regionale Rudervereine kommen nach Heidelberg

1911 ist uns als das Jahr der ersten großen Heidelberger Regatta mit Vereinen aus Mannheim, Worms, Speyer, Eberbach, Heilbronn und Heidelberg überliefert. Veranstalter der Ortsausschuss der Heidelberger Rudervereine, zudem sich der Heidelberger Ruderklub 1875 e.V. (HRK), die Rudergesellschaft Heidselberg 1898 e.V.(RGH), die Lehranstalt „Heidelberg College“ und der Akademische Ruderverein zu Heidelberg (ARV) zusammengefunden hatten. Regattaleiter war Guido Scheer (ARV), ein Mann, der sich besondere Verdienste um die Heidelberger Regatta erworben hat. Er war ihr Motor und gründete mit den oben genannten Vereinen am 17. 09. 1923 den Heidelberger Regattaverband, dem er bis zu seinem Wegzug von Heidelberg im Jahre 1925 vorstand. Ein Meilenstein auf dem Weg der Heidelberger Regatten war im Juni 1912 die 1. Schülerregatta, die im Rahmen des 13. Kongresses für Volks- und Jugendspiele über eine Strecke von 1100 m zwischen den Brücken veranstaltet wurde. Festplatz war am Neuenheimer Ufer, Regattaleiter war Guido Scheer (ARV). Nach den von ihm aufgestellten Regeln wurde erstmals ein Stilruderwettbewerb durchgeführt, der zum Vorbild für viele gleichartige Wettbewerbe in Deutschland wurde. Seit dieser Zeit gehörten die „Schüler- und Jugendregatten“ zum alljährlichen Veranstaltungskalender des Heidelberger Sports. Die 10. Schüler- und Jugendregatta am 12.07.1925 wurde als erste Regatta auf dem gestauten Neckar zwischen der Friedrichs (Theodor-Heuss-) Brücke und dem Thermalbad ausgetragen. Hier standen nun fünf Startbahnen zur Verfügung, was die Attraktivität der Veranstaltung erheblich verbesserte Auch die Verbandsregatta profitierte natürlich von der neuen Strecke, konnten doch bisher sportliche Wettfahrten und Regatten, wie schon gesagt, nur oberhalb des Karlstors durchgeführt werden. Die Strecken führen, mit einer Kurve, von der Gelatine—Fabrik (heute Wohngebiet „Im Dörfel“ unterhalb der Schleuse Schlierbach) bis zum ehemaligen Schlierbacher Filmatelier (beim „Jägerhaus“) oder zum Haarlass (heute Sitz von SAS). Sowohl die 1. Heidelberger Verbands-Ruderregatta 1923 (Jubiläumsregatta der RGH), deren Bootshaus damals beim Hausackerweg stand, als auch die 11. Heidelberger Ruderregatta 1924, erstmals vom Heidelberger Regatta—Verband durchgeführt, fanden auf dieser Strecke statt. Nach dem Wegzug von G. Scheer übernahm Baurat Döring (ARV) die Leitung des Regattaverbands. Ab der 3. Heidelberger Ruderregatta, die im Jahre 1925 als Jubiläumsregatta des HRK ausgeschrieben war, verlegte man die Strecke in den gestauten Bereich und startete „von unterhalb der Alten Brücke“. Ziel war „unterhalb des Kurhaus-Neubaus“ auf Höhe des Turbinenhauses der „Cement-Werke“, heute Bootshaus der RGH.

Die Vor- und Nachkriegszeit

Nachdem die Stadt 1930 das geplante Zielgelände, heute die Böschung des Thermal-Schwimmbads, als Anlage hergerichtet hatte, ist der Regattaverband in der Lage, die Strecke wieder auf 2000 m zu verlängern. Die Böschung am Neckar war terrassiert, so dass hier Sitzplätze im Zielbereich angeboten werden konnten. Dieser Festplatz musste beim Bau dieses Schwimmbads im Jahre 1938 aufgegeben und wieder neckaraufwärts ans westliche Ende der Insel verlegt werden. Auch der Rudererplatz war auf der Heidelberger Seite, Umkleiden und Duschen im Bootshaus der RGH oder in der benachbarten Wickens-Schule. In Rudererkreisen trauerte man dem naturbelassenen Neckar und dem Trainingsrevier „Hackteufel“ nach und sagte dem Rudersport große Verluste durch den Neckarstau voraus. In mehreren Artikeln in der Klubzeitung des HRK argumentierte man, dass das Verschwinden des romantischen Tals und der Anstieg der gewerblichen Schifffahrt die Ruderer vom Fluss vertreiben werde. Nichts dergleichen trat ein, der gestaute Fluss brachte erstmals ein für Training und Regatten optimales Revier. Sowohl der Rudersport als auch die Beliebtheit der Regatten konnten vom Neckarausbau nur profitieren. Von jetzt an veranstaltete der der Heidelberger Regattaverband, dem bis 1933 Baurat Emil Döring vorstand, dann bis 1937 H. v. Neuenstein (HRK) und nach diesem bis 1945 W. Entenmann (RGH) bis in die Kriegsjahre (letzte Regatta 1943-) gut organisierte und besuchte "Verbands- und Schülerregatten. Nachdem die Militärregierung l946 den Sportbetrieb und die alten Vereine wieder zugelassen hatte, konnte der Regattaverband am l8.07.1947 neu gegründet werden. Willy Wild (HRK) übernahm den Vorsitz, den er elf Jahre bis 1958 inne hatte. Zum amerikanischen Unabhängigkeitstag im Juli 1947 wurde, wohl auf Veranlassung der Amerikaner und mit deren Hilfe, erstmals wieder auf dem Neckar zwischen Alter- und Friedrichs/Th.-Heuss-Brücke regattiert. Seit dieser Zeit ist auch der Rudererplatz im Bereich dieser Brücke angesiedelt. Am 19.9.1947 schon konnte die wieder aufgebaute Alte Brücke feierlich eingeweiht werden. Auch die Ruderer feierten mit, und der Regatta—Verband richtete eine Regatta aus, die erstmals gegen den Strom gefahren wurde. Der Start war oberhalb der Behelfsbrücke, das Ziel an der Alten Brücke. Diese „Brückenregatta“ war und ist bis heute die einzige, bei der Neckaraufwärts gerudert wurde. Im gleichen Jahr folgte am 19. September die 27. Heidelberger Jugendschulen und Gig-Regatta, Strecke: Alte Brücke - Friedrichs-(Th.-Heuss-Brücke, die nach der Sprengung 1945 noch in Trümmern im Neckar lag.

Die Regatta etabliert sich deutschlandweit

1948 wurden wieder zwei Jugendregatten, am 4.7. die zum US-Unabhängigkeitstag und am 1.8. die 28. Heidelberger Jugendregatta ausgefahren. Nachdem auch die Friedrichs (Th.-Heuss-) Brücke 1950 wieder erbaut und die Trümmer aus dem Neckar entfernt waren, nahm man die Tradition der zwei Heidelberger Regatten (Verbandsregatta über 2000 m und Jugend und Schülerregatta über 1500 und 1000 m) wieder auf. Zielplatz und -Büro verblieben weiter beim RGH-Bootshaus, bis man 1954 auch die Zieleinrichttmgen auf die Neuenheimer Seite verlegte. Man baute die Regattatechnik immer weiter aus, so dass sich Heidelberg mit der Zeit einen anerkannten und renommierten Platz im Regatta—Kalender des DRV sichern konnte. Dies fand auch Anerkennung beim DRV, der 1955 den Heidelberger Regattaverband mit der Durchführung der Jungruderer-Bestenkämpfe (so hießen damals die Jugendmeisterschaften) beauftragte, die vom 6./7. August 1955 ausgetragen wurden. Im Vorfeld war der Mainzer Ruderverein Konkurrent, der diese Veranstaltung auf dem Floßhafen durchführen wollte. Den Ausschlag für die Vergabe an Heidelberg gab nicht nur die Qualität der Strecke, sondern auch die landschaftliche Lage. Von Georg Haas, Leiter des UA Jugendrudern im DRV, ist der Ausspruch: „Es ist besser, die deutsche Jugend ermittelt ihre Besten im Angesicht des Heidelberger Schlosses als unter den Augen des roten Erdal-Froschs“. überliefert. (Der Mainzer Floßhafen lag im Industriegebiet, und am Hafenkopf waren die Anlagen der Fabrik, die auch die Erdal-Schuhcreme herstellte. Deren Markenzeichen, ein dicker, roter, gekrönter Froschkönig thronte auf einer Säule über dem Gelände). Heidelberg als Frühjahrsregatta wurde immer beliebter, die Meldungen wurden immer zahlreicher, so dass ein Tag für die Durchführung der Rennen nicht mehr ausreichte. Ein junger Vorstand unter Harald Wilz (HRK) (1958 - 1968) entschloss sich, die beiden Regatten zusammenzulegen und über ein Wochenende (also Samstag und Sonntag) zu regattieren. Dies brachte einmal eine Ersparnis an technischem Aufwand, was der Kasse, als auch an personellem Einsatz, was der Qualität der Organisation zugute kam. Nachdem ein eingespielter Stab für einwandfreien, straffen und pünktlichen Ablauf gerade stand, schrieb man die Regatta mit Unterstützung durch die Stadt International aus. Nun boomte der Regattaplatz Heidelberg. Die Klubzeitung des HRK schrieb im Mai 1964: „Heidelberg war eine der größten Regatten im Bundesgebiet. 1300 Ruderer aus 87 Vereinen und 7 Nationen gingen an den Start“. 1966 meldeten wieder 7 Nationen, und Thomas Keller, der Präsident des Weltruderverbands (FISA) und der Vorsitzende des Deutschen Ruderverbandes (DRV) Dr. Claus Hess, besuchten Heidelberg, um der ersten großen Prüfung der Spitzenmannschaften beizuwohnen. Der Schweizer Th. Keller äußerte sich überaus zufrieden mit dem, was in Heidelberg geboten wurde.

Internationale Teilnehmer aus acht Nationen

Auch eine Schlossbeleuchtung an diesem Wochenende, zu der der Regattaverband ein Boot gemietet hatte, hatte ihm sehr gut gefallen. Die Regatta wuchs mehr, sie wurde immer beliebter. Deutsche und ausländische Mannschaften suchten den frühen Leistungsvergleich. Nachdem Werner Baas und Gg. Thönnissen während der zweiten Ruderweltmeisterschaft in Bled 1966 Kontakte mit dem Kapitän der sowjetischen Ruder-Nationalmannschaft, Sigrnas Jukna, geknüpft und diesen mit seinen Mannen nach Heidelberg eingeladen hatten, kam 1967 die Meldung des Rudervereins Shalguiris Wilna zu acht Elite-Rennen. Nach einer abenteuerlichen Reise und vielem Suchen erreichten l0 Ruderer, der Kern der sowjetischen Nationalmannschaft, Heidelberg und starteten unter ihrem Vereinsnamen. Es war und ist in der Geschichte des Nachkriegsruderns das erste und einzige mal, dass sowjetische Ruderer unter ihrem Vereinsnamen im Westen an den Start gingen. Die 37. Ruderregatta an Pfingsten, 23.- 26.5.1969, inzwischen hatte Peter Gute (RGH) den Vorsitz im Verband übernommen, war mit der Teilnahme von acht Nationen die bisher Größte in Heidelberg und die zweitgrößte im Bundesgebiet. Mannschaften aus England, Frankreich, Italien, Österreich, Rumänien, der Schweiz und der Tschechoslowakei suchten den Vergleich mit den deutschen Mannschaften. 83 Vereine und Verbände waren am Start. Als die Verantwortlichen am Samstag früh zum Bootsplatz kamen, bot sich ihnen ein Bild des Schreckens. In der Nacht hatten „Vandalen“ eine ganze Reihe von Booten systematisch und mit kundiger Hand unbrauchbar gemacht. Flossen waren herausgerissen oder verbogen, Steuer beschädigt und Löcher in die Boote geschlagen worden. Drohungen von der APO, der außerparlamentarischen Opposition, gingen ein, man werde diese Veranstaltung des Establishments zu verhindern wissen. Daraufhin wurde der Rudererplatz von einem starken Polizeiaufgebot gesichert und die Boote über Nacht zu einer Wagenburg außerhalb des Wurfbreichs der Brücke zusammengestellt und vom THW taghell beleuchtet. Dank der Bootswerft Empacher, die mit ihren Fachleuten anruckte, um sofort Reparaturen vorzunehmen und der Hilfe der umliegenden Rudervereine, die mit Booten aushalfen, konnte die Regatta einwandfrei durchgeführt werden. Privatpersonen und die Heidelberger Geschäftswelt und Industrie starteten eine Spendenaktion die es ermöglichte, den angerichteten Schaden wieder gut zu machen. Eine Regatta dieser Größenordnung verschlang natürlich erhebliche Gelder, und nachdem die Stadt ihren Zuschuss verringerte und dann ganz Strich, musste man wieder neue Wege gehen und veranstaltete ab 197l zwei Regatten, einmal die Heidelberger Ruderregatta mit Jugendregatta und zum Anderen das Internationale Elite-Rudern, das von der Firma MARTINI & ROSSI großzügig gesponsort wurde. Als Siegespreis für das Achter- Rennen war ein werftneuer Empacher-Rennachter ausgesetzt.

Unterstützung der Olympiateilnehmer

Im Olympia-Jahr l972, jetzt war Georg Thömiissen (HRK) 1. Vorsitzender, wurde die „Martini-Regatta“ so gelegt, dass nach Abschluss der Ruderwettkämpfe in München die Nationalmannschaften mitsamt ihren Booten nach Heidelberg kommen sollten, um hier „Revanchewettkämpfe“ auszutragen. Leider hielten die traurigen Vorkommnisse in München einen Teil der Nationalmannschaften davon ab, ihre Zusagen zu erfüllen. Trotz allem aber war es eine hervorragende Veranstaltung und eine große Werbung für den Rudersport. Nachdem Martini aus dem Regattageschäft ausgestiegen war ( 973 letzte „Martini“-Regatta in Heidelberg) musste die Regatta generell umgestaltet werden: Weg vom Elite-Rudern und hin zur Leistungsprüfung für den Nachwuchs. Nachdem Ulrich Zwissler (HRK) im Jahre 1974 (bis 1994) den Vorsitz übernommen hatte, wurde die Ausschreibung grundlegend überarbeitet und geändert, die Streckenlänge auf 1500 m zurückgenommen und durch Ausbau der Infrastruktur die Qualität der Regatta ständig verbessert. Außerhalb des normalen Regattageschehens wurden aber auch immer wieder ruderische Highlights nach Heidelberg gebracht, so im Jahre 198l das 8. FISA-Veteranentreffen. Vom 1. bis zum l3. September trafen sich 1788 Ruderer aus 224 Vereinen und 21 Nationen in 470 Booten zu einem Fest des Ruderns und der Freundschaft am Neckar. Die Mitarbeiter des Regattaverbands hatten phantastische Arbeit geleistet, so dass das Gewimmel am Ufer und die Massen auf dem Wasser in geordnete Bahnen gebracht wurden und alles, ob Wettkämpfe oder gesellschaftliches Rahmenprogramm, bei den Teilnehmern in bester Erinnerung geblieben ist. „The days in old Heidelberg were wonderful“ so der Tenor der vielen Dankesbriefe aus dem In- und Ausland. Das Regattageschehen verlief in gewohnten Rahmen, unterbrochen von den Landesmeisterschaften im Jahre 1995, (Monika Kienzle-Augspurger (RGH) war nun, bis 1998, Vorsitzende) die in übler Erinnerung stehen, hatte doch in der Mittagspause ein Hagelsturm über Heidelberg getobt. Golfballgroße Hagelkörner prasselten ca. 20 Minuten lang auf den Bootsplatz nieder. Das Ergebnis war verheerend: Zwar waren keine Personenschäden zu beklagen, aber fast alle Boote waren mehr oder weniger schwer beschädigt. Man konnte zwar, nach Notreparaturen und gegenseitigem Ausleihen von Booten, die Regatta einigermaßen zu Ende bringen. Wegen des sehr stark angestiegenen Neckars mussten allerdings die Kinderrennen ausfallen und auch für die übrigen Teilnehmer waren die Verhältnisse nicht gerade einfach. Aber auch dieser Schlag wurde überstanden. In Erinnerung bleibt weiter als größere Veranstaltung die Regatta mit Festabend im Zelt zum 75-jährigen Jubiläum des HRV am 23. /24.5.1998.

Nationale Großveranstaltungen zu Gast in Heidelberg

Im Jahr 2000 lenkte wieder ein Großereignis die Augen der Ruderwelt an den Neckar. Der Deutsche Ruderverband hatte die 4. Deutschen Sprintmeisterschafien nach Heidelberg vergeben. Am 7. und 8. Oktober 2000 wurde diese Veranstaltung von einem neuen, jungen Team (seit l999) unter Leitung von Klaus Menold (HRK) als erstem und Christian Linder (HRK) als zweitem Vorsitzenden bravourös gemeistert. Allein zu den Sprintwettbewerben hatten 43 Vereine gemeldet. Höhepunkt war der Männer-Achter, der l5 (in Worten: fünfzehn) Meldungen erhalten hatte. In drei Vor- und zwei Halbfinalläufen wurden die Endlaufteilnehmer ermittelt. Großes Lob sprach der Vorsitzende des DRV, Prof. Wolfgang Männig, dem Regattaverband aus. Eine weitere Großveranstaltung, wenn auch nicht vom Regattaverband durchgeführt, sei hier erwähnt: Das 37. Deutsche Wanderrudertreffen am 14. und 15. September 2002, ausgerichtet von HRK und der RG Eberbach, zu dem 650 Teilnehmer aus ganz Deutschland ins romantische Neckartal kamen. 120 Boote ruderten bei Kaiserwetter von Eberbach nach Heidelberg, wo man zum Abschluss im Festzelt oder auf dem Schloss feierte. Auch hier ernteten die Veranstalter großes Lob, und wenn dieses Fest mit der Regatta nicht in direktem Zusammenhang steht hat es doch Vielen gezeigt, dass Heidelbergs Strecke zu den Schönsten in Deutschland gehört. "Wollen wir hoffen, dass es auch die Beliebtheit unserer Regatta weiter fördert!

Die Vorsitzenden des Heidelberger Regattaverbandes:

1923 - 1924 Guido Scheer
1925 - 1933 Emii Döring
1934 - 1937 Hermann v. Neuenstein
1937 - 1945 Willy Entenmann
1947 - 1958 Willy Wild
1958 - 1968 Harald Wilz
1968 - 1972 Peter Gute
1972 - 1974 Georg Thönnissen
1974 - 1994 Ulrich Zwissler
1994 - 1998 Monika Kienzle- Augspurger
1999 - heute Klaus Menold

 

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